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Projekt: Wohngebietsentwicklung "östlich Malteser Straße" / Ort: Münster-Hiltrup / Mehrfachbeauftragung 3.Rang / Fläche: ca. 6.500 m² / Auslober: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Stadt Münster / Fotos: bk|a

Wohnen am Stadtrand

Die ehemalige, als landwirtschaftlich genutzte Fläche, soll zukünftig einer Wohnnutzung zugeführt werden. Die hier neu entstehende städtebauliche Struktur soll sich harmonisch in das bestehende Bild der umliegenden Quartiere des Plangebietes einfügen und deren Maßstab aufgreifen.

Die Makrostruktur der Umgebung ist geprägt von gut funktionierenden  Wohnquartieren, welche auf Grund ihrer städtebaulichen Strukturen, über viele Jahrzehnte hinweg ihre Attraktivität für die Bevölkerung haben bewahren können.

Die städtebauliche Grundidee beruht auf der Beibehaltung, der natürlichen Ergänzung und der Weiterentwicklung dieser bewährten Strukturen.

Die vier Mehrfamilienhäuser im Norden des Plangebietes bilden den städtebaulichen Auftakt zur neuen Wohnbebauung. In ihrer Höhenentwicklung werden sie die umliegende, überwiegend zweigeschossige Bebauung zwar überragen, sich jedoch durch die zurückspringenden Staffelgeschosse in das Areal optisch einfügen. Eine Reihe Doppelhäuser bildet die westliche Bebauung zur Malteserstraße und greift die Maßstäblichkeit der gegenüberliegenden Einfamilienhäuser auf.  Durch einen bewussten Abstand der Wohnbebauung zur Straße  entstehen attraktive  Gärten und der öffentliche Raum gewinnt an Qualität. Über die verkehrsberuhigte Planstraße B werden weitere Doppelhäuser des neuen Wohngebiets erschlossen. In Richtung Naherholungsgebiet wird nun die städtebauliche Körnung offener. Hier entstehen entlang der Planstraße A vier Einfamilienhäuser. Diese richten sich  nach Westen aus und grenzen mit ihren Gärten an die der Doppelhäuser. Somit entsteht innerhalb des Plangebietes eine große, nicht überbaute Fläche, die durch Bäume bepflanzt, einen Grünzug durch das Ensemble aufweist. Weitere Einfamilienhäuser erstrecken sich entlang der vorgegebenen Baugrenze, wodurch ein natürlicher städtebaulicher Schwung zur bestehenden Waldgrenze entsteht. Wie selbstverständlich ergeben sich großzügige Grundstücke, die einen angemessenen Flächenanteil an Bau- und einen großen Anteil an Gartenland besitzen.

Die zu berücksichtigende Kindertagesstätte findet am Südwestlichen Rand des Plangebietes ihren Standort. Somit ist nicht zu befürchten, dass sie über die neuen Planstraßen erschlossen wird, sondern hauptsächlich über die Malteserstraße. Des Weiteren befindet sie sich unmittelbar neben dem bestehenden Kinderspielplatz und ist somit ideal gelegen. In Verbindung mit den Mehrfamilienhäusern im Norden bildet der Baukörper der KiTa den städtebaulichen Rahmen für die kleinteiligeren Wohnhäuser.